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Amalie wurde nach dem Tod ihres Mannes, des Markgrafen Karl Ludwig, das Schloss Bruchsal als Witwensitz zugeteilt, wo sie von Jahr 1806 bis zu ihrem Tode 1832 wohnte, anfangs gemeinsam mit dem letzten Fürstbischof Wilderich von Walderdorf. Oft kamen die Familien der Töchter auf Besuch. Schloss wie auch Stadt erlebten unter Amalie eine glanzvolle Zeit.
Die Ehe ihres Sohnes Karl, inzwischen von Napoleon zum Großherzog erhoben, mit Stéphanie de Beauharnais (genannt die "Schneegans") war nicht glücklich. Stéphanie gebar einen kleinen Prinzen, der unter ungeklärten Umständen zwei Wochen nach der Geburt starb. Als 1828 der rätselhafte Findling Kaspar Hauser auftauchte und 1833 angeblich ermordet wurde, entstand das Gerücht, er sei der 1812 geborene Erbprinz von Baden.
Amalie von Baden war mit den bedeutendsten europäischen Herrscherhäusern in verwandtschaftliche Beziehungen getreten, mit dem Kaiser von Russland, Zar Alexander, und mit dem Kaiser der Franzosen, Napoleon. Mit der evangelischen Markgräfin kamen erstmals Protestanten in nennenswerter Anzahl in die Stadt. Als sie 1832 starb, fielen Schloss und Stadt in einen Dornröschenschlaf. Beigesetzt wurde Amalie in der Pforzheimer Stiftskirche.
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