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Vor knapp zwei Jahren erfolgte in Bruchsal in Verbindung mit der Bertelsmann Stiftung der Startschuss für das Pilotprojekt “Neues Altern in der Stadt” NAIS). Seither wurde intensiv gearbeitet, und gestern wurden in einer bunten Abschlussveranstaltung die Ergebnisse präsentiert. Ergebnisse, die sich sehen lassen können, wie Bürgermeister Ulli Hockenberger befand. “Das war ein guter und wichtiger Prozess für die Stadt, der auch ins Land ausgestrahlt hat”, betonte er. Für Volker Falkenstein, der bei der Stadt für das Projekt verantwortlich zeichnet, ist besonders wichtig, dass das Schwerpunktthema “Gesundheitsförderung und Prävention”, aus dem sich konkrete Projekte ergeben haben, nicht einfach vorgegeben war, sondern aus der Bürgerschaft heraus entwickelt wurde. Thomas Altgeld von der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen entlarvte in seinem Vortrag manches Klischee über senile Senioren. Bewegung, die Lust am Leben und eine positive Lebenseinstellung nannte er als wesentliche Voraussetzungen für ein möglichst gesundes Altern. Dann stellten die fünf Arbeitsgruppen, die sich mit Bewegung und Ernährung, dem Thema Pflege, der geistigen Fitness und präventiven Hausbesuchen beschäftigt hatten, ihre Ergebnisse vor. Wichtig bei allen projekten war es, das bereits Vorhandene aufzunehmen und möglichst sinnvoll miteinander zu vernetzen. Auch eine Wegweiser-Broschüre wurde vorgestellt, die ausgewählte Branchen und Angebote für Senioren auflistet und mit einem Handlungsleitfaden ergänzt. Bei einem “Markt der Möglichkeiten” im Saal und im Foyer präsentierten sich Sozialverbände, Krankenkassen, Bildungseinrichtungen und Vereine ein Spektrum ihrer Angebote für Senioren. Das Ende der Entwicklungsphase ist gleichzeitig der Start der Realisierungsphase. Denn jetzt gilt es, die konkreten Projekte im Alltag umzusetzen. Dafür muss der Bruchsaler Gemeinderat nun die Weichen stellen.
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